Archiv für den Monat: Oktober 2012

Drucktechniken für Kartendrucker: Direkt- und Re-Transferdruck

Direkt-Karten-Druck Technologie

Mit dieser Technologie wird der Datensatz direkt auf die Oberfläche der Plastikkarte gedruckt. Hierbei wird ein Farbband genutzt, welches in fortlaufende Farbfelder eingeteilt ist. Die Farbbänder beinhalten in der Regel die Farben YMCK (Yellow, Magenta, Cyan, Karbonschwarz) und ein Topcoat bzw. Overlay, welches im Farbband durchsichtig erscheint und die Farben haltbar macht sowie glänzender erscheinen lässt.

Farbband für Kartendrucker

Beim Druck löst ein Druckkopf, der hunderte Heizelemente verwendet, die Farbe aus dem Farbband und lässt sie tief in die Karte eindringen. Diesen Vorgang nennt man Sublimationsverfahren. YMC sind Wachsfarben und werden mit diesem Verfahren heraus gelöst.

Für jede Farbe erfolgt der Vorgang nacheinander bzw. einzeln. Durch das Übereinanderlegen der YMC Farben und unterschiedliche Hitzeimpulse kann der Drucker ein sehr großes Spektrum an verschiedenen Farben erzeugen. Auch Schwarz kann mit YMC erzeugt werden, wobei sich für ein konturscharfes Tiefschwarz das Farbfeld Karbonschwarz vorgesehen ist.

Direktdruck-Verfahren zum Bedrucken von Plastikkarten

Karbonschwarz sowie die Overlay Beschichtung bestehen aus Harz und werden mit dem Thermotransferverfahren aufgebracht. Dieses Verfahren ist dem Sublimationsverfahren sehr ähnlich und erfolgt auch mit verschiedenen Hitzeimpulsen aber zieht nicht in die Karte ein, sondern wird direkt auf die Karte, als undurchsichtige Punkte Pixel für Pixel aufgetragen. Dieses Verfahren sichert bei schwarzen Text und Barcodes, die von Infrarot und optischen Scannern gelesen werden sollen, eine Konturschärfe, die hierfür erforderlich ist.

Kartendrucker Farbband

Re-Transfer Technologie

Der wichtigste Unterschied zum Direkt-Karten-Druck Verfahren liegt darin, dass wir hier neben der hervorragenden Druckqualität auch einen verbesserten Schutz vor äußeren mechanischen Einwirkungen haben.

Es werden alle Druckinformationen, die später auf der Plastikkarte gedruckt werden sollen, auf eine transparente Folie den Re-Transfer Film gedruckt, der dann auf dem Kartenrohling auflaminiert wird.

Re-Transfer Drucktechnik

Im Druckprozess löst der Druckkopf die Farbe mit Hitzeimpulsen, aus den Farbfeldern des in der Regel YMCK Farbbandes, Pixel für Pixel heraus und transferiert sie somit auf den Re-Transfer Film. Dieser Vorgang wird nacheinander für die einzelnen Farben durchgeführt. Am Prozessende befindet sich der Druck spiegelverkehrt auf dem Re-Transfer Film.

Die zu bedruckende Plastikkarte wartet im Drucker vor der vorgeheizten Laminierrolle, bis der gedruckte Abschnitt dorthin transportiert wird, wo er aufgebracht werden kann. In der internen Laminiereinheit löst sich durch die Hitze der bedruckte Abschnitt vom Trägerfilm und wird durch Druck auf die Karte aufgebracht.

Das Ergebnis ist eine sichere und untrennbare Verbindung von Re-Transfer Film und Kartenmaterial.

Welche Drucktechniken gibt es beim Etikettendruck und welches Farbband ist wofür nötig?

Thermodirektdruck

Thermodirekt EtikettenDer Thermodirektdruck ist im Allgemeinen unter Thermodruck bekannt und jeder kennt ihn von der Tankquittung. Man benötigt hier zwar kein Farbband druckt aber auf ein spezielles Papier – Thermo Etiketten. Der Druck erfolgt per Druckkopf, welcher mittels vieler Heizelemente partiell Hitze erzeugt, direkt auf die thermoempfindliche Oberfläche des Spezialpapieres und hinterlässt hier eine Schwärzung an den erhitzen Stellen. Folglich sind, wie auch beim Thermotransferdruck, nur monochrome Drucke möglich. Die Druckkosten sind sehr gering und es können hohe Druckgeschwindigkeiten erreicht werden. Somit eignet sich ein Thermodirektdrucker hervorragend für große Stückzahlen mit kurzer Lebensdauer (z.B. Versandetiketten). Beliebt ist dieses Druckverfahren für Papier und Karton.

Thermotransferdruck

Farbbänder für EtikettendruckerBei diesem Druckverfahren benötigt der Drucker ein für das Etikett geeignete Farbband. Die einzelnen Farbbänder mit Wachs, Harz oder Wachs/Harz Beschichtung finden Verwendung für verschiedene Etiketten und Anforderungen. Beim Thermotransferdruck wird die Farbe vom Farbband mittels Hitze auf das Etikett aufgebracht und je nach Farbband ergeben sich unterschiedliche Haltbarkeiten gegen verschiedene mechanische Einwirkungen, UV-Licht und Beständigkeit gegen Reinigungsmittel. Da sollte vorher überlegt werden, was das Etikett leisten soll, aus welchem Material das Etikett sein soll und welchen Etikettendrucker man benutzt. Neben dem Farbband und dem Etikett sind auch Qualität und Auflösung des Etikettendruckers ausschlaggebend für einen hervorragenden Druck. Beim Duck wird die Beschichtung des Farbbandes mit Hilfe von Hunderten Heizelementen im Druckkopf auf das Etikett übertragen. Es ist immer nur ein monochrom Druck möglich. Auf dem Band wird auch wie beim Kartendruck ein Negativ hinterlassen. Je nachdem wie relevant dieses Negativ für den Datenschutz ist, sollte über eine sichere Entsorgung nachgedacht werden.

Welches Farbband eignet sich für welche Anforderungen?

Farbband Wachs

Der Druck mit einem Wachs-Farbband wird bei geringer Druckhitze und bei Bedarf, relativ hohen Druckgeschwindigkeiten, auf Papier-Oberflächen- und Karton ausgeführt. Drucke auf Kunststoffetiketten sind mit Wachsband nur sehr eingeschränkt möglich. Auf Papier und Karton gelingen hervorragende Ausdrucke welche weitestgehend wischfest  sind.

Farbband Wachs/Harz

Mit einem Farbband, bestehend aus einem Wachs/Harz Gemisch, erreicht man auf glatten Papier- oder Kartonoberflächen beste Druckergebnisse. Diese Variante des Drucks ist besonders widerstandsfähig. Er ist wisch- und kratzfest, wasserbeständig, schmutzabweisend und bedingt temperaturbeständig. Außerdem gelingt ein sehr scharfer und detaillierter Druck. Auch auf Folienetiketten aus Polyethylen, PVC, Polyester oder Polypropylen kann ein guter  Druck erreicht werden. Allerdings ist der Aufdruck dann nur eingeschränkt beständig gegen z.B. Reinigungsmittel etc. Umgangssprachlich wird das Wachs-Harzfarbband oft auch Premiumband genannt.

Farbband Harz

Mit Harzfarbbändern erreichen sie ein Maximum an Widerstandsfähigkeit. Mit diesem Farbband werden Folienetiketten aus z.B. Polyethylen, PVC, Polyester oder Polypropylen bedruckt. Neben den positiven Eigenschaften des Wachs/Harz Farbbandes sind mit Harz bedruckte Etiketten auch weitgehend beständig gegen aggressive Flüssigkeiten. Sehr hohe und sehr niedrige Temperaturen sind für den Druck und das passende Etikett ebenfalls kein Problem. Hier gilt es, das richtige Etikett zu wählen um die maximale Haltbarkeit eines Etiketts zu erreichen. Häufig wird diese Variante für Barcodes verwendet, da diese hohen Anforderungen gewährleisten müssen. Neben Inventaretiketten, Lagerplatzkennzeichnungen oder Typenschildern werden solche Etiketten auch für Warn-, Gebots- oder Hinweiskennzeichnungen in allen erdenklichen Formaten verwendet. Barcodes welche mit Harz auf ein Kunststoffetikett gedruckt wurden bestechen durch Konturschärfe und sind sehr lange mit den verschiedensten Barcodescannern lesbar.

Sie sehen eine Kombination aus dem richtigen Etikettendrucker, Etikettenpapier und Farbband ist essentiell um die Anforderungen an ein Etikett zu erfüllen.

 

 

Security Messe 2012

Vier Messetage „SECURITY 2012“ in Essen sind am Freitag den 28.09.2012 zu Ende gegangen.

print-ID Messestand Security 2012Viele Interessenten konnten die Exponate, welche wir von Datacard ausgewählt hatten, begutachten und testen. Unsere Vertriebsmitarbeiter sind bereits fleißig und bearbeiten alle Leads. Wer also eine Visitenkarte mit seinen individuellen Anforderungen bei uns hinterlassen hat, bekommt in den nächsten Tagen ein individuelles Angebot zugesandt.

Hier noch mal eine Zusammenfassung und kurze Vorstellung der Exponate:

Mit dem Datacard SP25 hatten wir ein Basismodell für viele Anwendungen dabei, das mit Farbsublimationsdruck + Monochrom-Thermotransferdruck,  sowie Thermo Rewrite (TRW) Ausweise druckt und dank der TRW Drucktechnik einzelne Felder löschen und wiederbeschreiben kann. Diese Funktion ist besonders interessant für Ausweise, die eine begrenzte Gültigkeit besitzen und eine Verlängerungsfunktion benötigen. Beispielsweise für Studienausweise, die pro Semester verlängert werden. Aufrüstungsmodule z.B. zum Codieren sind für den Datacard SP25 erhältlich und einfach zu installieren.

Datacard Kartendrucker SP25

Der Datacard CD800 präsentierte eine Lösung für Ausweise, die beispielsweise in großer Stückzahl gefertigt werden müssen. Im  Farbsublimationsdruck + Monochrom-Thermotransferdruck kann der CD800 gestochen scharfe Bilder in Farbe oder Monochrom drucken. Verschiedene Module zum Aufrüsten des Datacard CD800 Kartendruckers, wie z.B. zur Codierung von kontaktbehafteten Chips oder Magnetstreifen, oder einer Wendestation zum beidseitigen Druck, sind erhältlich und machen diesen Kartendrucker für Schülerausweise und Co. besonders interessant.

Datacard CD800

Der Kartendrucker, welcher die Re-Transfer Drucktechnik präsentiert, war der Datacard SR200 Simplex (auch als Duplex erhältlich). Besonders geeignet ist dieser Kartendrucker für den Druck von Plastikkarten mit kontaktlosen (RFID) Chips, da hier ein Druck ohne Irritationen durch die minimale Erhebungen des RFID Chip gewährleistet ist. Auch ist hier ein randloser Druck möglich und die Haltbarkeit der Drucke ist höher als beim Direktdruckverfahren (Farbsublimationsdruck + Monochrom-Thermotransferdruck), da im Re-Transferverfahren eine Folie bedruckt und untrennbar auf die Karte laminiert wird. Die vielen Möglichkeiten den Datacard SR200 Kartendrucker aufzurüsten machen ihn zu einem Allrounder für ein effektives Ausweismanagement. Um Ihnen die Programmierung des RFID Chips zu zeigen, hatten wir einen LEGIC Desktop Leser dabei, der von unseren Technikern entwickelt wurde und schnell und unkompliziert die Inhalte eines RFID Chips anzeigen kann.

Datacard SR200

Die Präsentation der UV-Schrift und das Laminieren der Karte, mit z.B. Hologrammen, haben wir mit dem Datacard SP75 ermöglicht. Im  Farbsublimationsdruck + Monochrom-Thermotransferdruck werden die Informationen auf die Karte aufgebracht und im Anschluss wird ein untrennbares Laminat mit wahlweise UV-Schrift oder Hologrammen oder beidem auf die Karte aufgebracht. Große Kartenmengen mit hohen Sicherheitsstandards sind mit dem Datacard SP75 kein Problem. Das Aufrüsten mit Codier Modulen ist natürlich möglich. Zudem bietet der Kartendrucker von Datacard durch eine spezielle Software und ein Sicherheitsschloss einen Schutz vor Diebstahl.

Datacard Kartendrucker SP75

Sicher ist dies nur ein kleiner Auszug unserer Kartendrucker Modelle.

Bei Fragen sind wir jeder Zeit ansprechbar und beraten Sie gerne auch zu den verschiedenen Softwarelösungen:

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